Geniale Ideen für mehr Kunden durch lokales Marketing

August 2017 / von Tom Rauhe

Richtig, der Onlinehandel boomt und es gibt keine Anzeichen dafür, dass sich in nächster Zeit etwas an dieser Tatsache ändern wird. Dennoch hat das Modell der lokalen Geschäfte lange nicht ausgedient. Viele Transaktionen starten heute in einem Kanal und werden in einem anderen abgeschlossen. Unternehmen brauchen also eine funktionierende Multichannel-Strategie! Wie Ihnen lokales Marketing dabei helfen kann, Kunden sowohl online als auch offline zu erreichen, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag!

Strategie Lokales Marketing

Lokales Marketing besitzt einen hohen Stellenwert!

In einem Punkt sind sich die Einzelhändler nach wie vor einig: Die Geschäfte vor Ort sind wichtig! Viele Kunden – vor allem Kunden höheren Alters – bevorzugen noch immer den Kauf im Laden gegenüber dem Onlinekauf. Aber gerade unter der Generation Smartphone wächst die Präferenz Online einzukaufen.

Das Marktforschungsunternehmen eMarketer hat zum Thema „Lokales Marketing“ einige Studien zusammengefasst. Daraus geht hervor, dass ganze 78 % der Befragten zwischen 18 und 29 lieber über das Internet bestellen. Von dieser Käufergruppe gab wiederum die Mehrheit an, am häufigsten über mobile Endgeräte zu shoppen. Wie lassen sich diese Informationen nutzen, um auch junge Kunden zu einem Besuch im Laden vor Ort zu animieren? Und wie schaffen Sie es, als lokaler Einzelhändler, die Online-Verkaufskanäle richtig zu nutzen? Im Folgenden zeigen wir Ihnen zwei Strategien auf, wie Sie online und offline geschickt kombinieren und beide Kanäle ausbauen können.

Weitere Daten und Interviews über lokales Marketing finden Sie in englischer Originalsprache in diesem PDF zusammengefasst.

Viele Einzelhändler sind, was die digitale Multichannel-Strategie anbelangt, noch weit hintendran. Das zeigt allein der Fakt, dass nur 2 % der Unternehmen eine Geo-Kampagne einsetzen.

Multichannel-Strategie Nr. 1: Käufer entscheidet sich online für ein Produkt und schließt den Verkauf im Geschäft ab

Immer häufiger tätigen Kunden ihren Kauf über ein mobiles Endgerät und holen das Produkt anschließend im Geschäft ab. Einzelhändler erkennen den Trend und nutzen verschiedene Onlinewerkzeuge, um Besucher so in die Läden zu ziehen. Dieses Vorgehen hat für beide Seiten positive Effekte. Die Kunden können aus einem großen Sortiment genau das richtige Produkt wählen und es vor dem endgültigen Kauf auch austesten. Auf der anderen Seite können Einzelhändler so ihre Lagerbestände vor Ort reduzieren und dem Kunden im persönlichen Gespräch weitere Empfehlungen geben.

Eine optimierte Website für mobile Endgeräte ist zwar ein erster wichtiger Schritt, aber um Onlinekunden in den Store zu locken, reicht dies noch lange nicht aus. Der Käufer erwartet einen Vorteil, der auch auf der Website kommuniziert werden muss wie z.B.:

  • Keine lange Lieferzeit
  • Produkt kann vor Kauf getestet werden
  • Alternativprodukte stehen bereit
  • Individuelle Beratung
  • usw.

Eine weitere Studie zeigte, dass mehr als die Hälfte der Befragten es bevorzugen, erstmal auszuprobieren, wie sich ein Möbelstück oder Einrichtungsaccessoire in den eigenen vier Wänden macht, bevor sie es kaufen. Haben sie es zumindest live im Laden gesehen, können sie es sich besser vorstellen und sind eher kaufbereit.

Die Produkttypen Bücher, Spielzeug und Unterhaltungselektronik werden von Kunden generell lieber online gekauft. Vor allem in diesen Bereichen müssen sich Einzelhändler überlegen, welche Benefits sie den potenziellen Käufern bieten können.

Enorm wichtig ist es, die Lösungsstrategie auf einer fundierten Datenbasis aufzubauen. Die Website im Zusammenspiel mit einer Geo-Kampagne gibt Ihnen Aufschluss über das Käuferverhalten. Somit können Sie die Kunden, sobald sie das Geschäft betreten haben, gezielt zu weiteren Produkten beraten, die sie interessieren.

Multichannel-Strategie Nr. 2: Käufer entscheidet sich im Laden für ein Produkt und schließt den Kauf online ab

Im Geschäft haben die Kunden einen leichteren Zugang zu verschiedenen Produkten und Größen. Darin liegt der eigentliche Mehrwert des lokalen Einzelhandels. Im Laden austesten oder anprobieren und nach einer gewissen Bedenkzeit bequem online bestellen – dieses Kaufverhalten trifft auf viele zu. Reale Geschäfte werden zunehmend zum Showroom. Vielen Einzelhändlern bereitet das Sorge, weil sie im Onlinehandel einen ständigen Preiskampf unterworfen sind, da Produkte blitzschnell verglichen werden können.

Ein heute bereits häufig eingesetzter Lösungsweg heißt „Mobile Coupons“. Das Prinzip ist einfach: Sobald Besucher den Laden betreten, bekommen sie Coupons per Beacon oder NFC direkt auf das Smartphone. Es ist also völlig in Ordnung und sogar erwünscht, dass Ihre Geschäfte als Showroom fungieren, in denen Besucher Produkte ansehen, anfassen und vergleichen können. Gekauft wird dann später online. Und dank des Rabatt-Coupons fällt die Entscheidung auf Ihren Onlineshop!

Mehr über Proximity-Technologien wie Beacon, NFC und Geo-Targeting erfahren Sie in unserem Blogbeitrag „Die besten Tools zum Optimieren der Customer Journey“!

Vorteile und Möglichkeiten des lokalen Marketings

Google und Facebook sind bei der Online-Offline-Verknüpfung die Stärksten im Markt. Deren Erfolge zeigen, wie wichtig es ist, Offline-Aktionen der Einkäufer in Daten zu erfassen. Dadurch können präzise Käuferprofile erstellt werden, die Ihnen helfen, Ihre Zielgruppe zu finden und gezielt anzusprechen. Durch die Auswertung von Bewegungsprofilen können Sie standortbasierte Mobile-Werbung anbieten. Sie ist günstiger und effektiver als herkömmliche Werbemaßnahmen.

Neue Werkzeuge sorgen für mehr Touchpoints zwischen Online- und Offlinewelt:

  • Mobile Bezahlmöglichkeiten: Die Bezahlung per Mobile wird zunehmend einfacher und findet immer mehr Anwender in der breiten Masse. Einzelhändler können sich solche Bezahlmöglichkeiten wie bspw. Android Pay und Apple Pay zu Nutze machen, indem sie die Funktion in die eigene App einbinden. Starbucks bietet diesen Service seit einiger Zeit an und ist sehr erfolgreich damit.
  • Eigene Mobile-App: Eine eigene App gibt Ihnen die Möglichkeit, Standortdaten zu beziehen und daraus Bewegungsprofile abzuleiten. Diese Daten machen eine Mobile-Geo-Kampagne und demzufolge zielgruppengerechte und standortbezogene Werbung erst möglich. Außerdem bietet eine eigene App die Grundlage für Mobile Coupons und schafft somit eine ideale Verbindung zwischen den Kanälen.
  • Beacons: Die Beacon-Technologie wurde ab 2013 populär, als Apple iBeacon vorstellte, eine Plattform, die sich via Bluetooth Low Energy mit dem Smartphone verbinden kann. Im Handel wird es genutzt, um Einkäufern vor Ort Werbung, Rabattaktionen oder Produktinformationen direkt auf das Smartphone zu übertragen. Beacons sind aber noch sehr selten im Einsatz. Allerdings zeigen die Studien, dass viele Käufer bereit wären, diese Technologie zu nutzen, wenn sie ihnen irgendwelche Vorzüge liefern würde.
  • Persönliche Sprachassistenten: Alexa, setze Milch auf meine Einkaufsliste! Persönliche Sprachassistenten wie Siri oder Alexa machen das Einkaufen noch komfortabler und erhöhen die Möglichkeiten im Onlinehandel. Aber auch Offline ergeben sich Chancen, die noch nicht genutzt werden. Zum Beispiel haben User die Möglichkeit mit Sprachassistenten Einkaufslisten anzufertigen. Hier müssen Einzelhändler einen Ansatz finden, um auf diese Listen zuzugreifen und dem Einkäufer Hinweise zu geben, wo er die gesuchten Produkte findet.

Lokales Mobile Marketing schließt die Lücke zwischen Online und Offline

Die Herausforderung besteht darin, wirklich alle Touchpoints zwischen Online und Offline wahrzunehmen und deren Chancen zu identifizieren. Im Moment führen viele Datenströme einfach ins Leere. Zwar werden Daten erhoben, aber es sind häufig die falschen und sie werden nicht intelligent miteinander verknüpft. An diesen Stellen wird unheimlich viel Potenzial verschwendet. Die technologischen Mittel und die Bereitschaft der Kunden sind gegeben. Jedoch ergaben die Studien, dass eine Mobile-Geo-Kampagne für viele Händler keine richtige Option darstellt, weil sie noch immer an einer allgemeinen Mobile-Strategie feilen. Das muss sich rasch ändern, wenn der lokale Einzelhandel in Zeiten von Amazon und Co. weiterhin Bestand haben möchte. Werden Sie zum Vorreiter und starten Sie jetzt eine standortbezogene Mobile-Kampagne, um Ihr Online- und Offline-Business zu verbessern.

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Themen : Geo-Targeting, Mobile Marketing

Tom Rauhe

Geschrieben von Tom Rauhe

Der Gründer der mobalo ist Vollblut-Onliner und stellt das seit rund zehn Jahren täglich unter Beweis.

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